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Recks Hotel Restaurant
Fon: +49 (7553) 201
Mail: recks-hotel@t-online.de

Öffnungszeiten Restaurant:

Fr bis Di  12:00 - 14:00 Uhr
18:00 - 22:00 Uhr
Do17:00 - 22:00 Uhr

Hotel: Kein Ruhetag

Aus dem "Südkurier" vom 30.04.2013:

Link zum Originalartikel auf suedkurier.de

Foto aus dem Suedkurier zum abgedruckten Artikel

Schauspieler Gerd Wameling (links) zog seine Zuhörer in den Bann. Annette Reck von Reck's Hotel Restaurant war eine perfekte Gastgeberin.
Bild: Floetemeyer

WortMenue: Gerd Wameling liest aus Jean-Luc Bannalecs Bretagne-Krimi

Salem - "Bretonische Brandung" in Reck's Restaurant mit Schauspieler Gerd Wameling, der die Lesung zu einem echten Hochgenuss macht.

Es ist mucksmäuschenstill, als Gerd Wameling aus Jean-Luc Bannalecs zweitem Bretagne-Krimi "Bretonische Brandung" liest - kein Räuspern, kein Hüsteln, kein Scharren. Schauspiel-Profi Wameling zieht sein Publikum beim WortMenue im ausverkauften Nebengebäude von Reck's Hotel Restaurant bereits zum zweiten Mal an diesem Tag in seinen Bann - mit seiner Kunst, sowohl Kommissar Dupin als auch allen anderen Charakteren jeweils individuelles Leben einzuhauchen.

Der 1948 geborene Westfale gehört zu den großen deutschen Darstellern. Seine Schauspiel-Ausbildung absolvierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen, als 27-Jähriger holte ihn der berühmte Theaterregisseur Peter Stein an die Berliner "Schaubühne". Dem Fernsehpublikum ist er unter anderem als Staatsanwalt aus der Serie "Wolffs Revier" bekannt, für diese Rolle bekam er 1993 den Adolf-Grimme-Preis. Außerdem spielte Wameling in vielen anderen Reihen wie dem "Tatort" sowie in zahlreichen Filmen.

Seit 2005 unterrichtet er zudem als Professor an der Berliner "Universität der Künste". Und er verfügt auch als Hörbuchsprecher über eine große Bandbreite. So brachte er Dostojewskis "Schuld und Sühne" auf 19 CDs, in einer Übersetzung, die er teils - zusammen mit einem Russen - selbst erarbeitete.

Tabea Baur aus Mimmenhausen ist von Wameling so hingerissen, dass sie, nachdem sie bereits die zwei Buch-Krimis gekauft hat, auch noch die Hörbuchfassung erwirbt. "Um Herrn Wameling zu zeigen, wie sehr wir das genossen haben", sagt die junge Kommunikationswissenschaftlerin.

Denn Wameling macht die solide geschriebenen Krimis erst zum Hochgenuss. Zwar stand der erste Band, "Bretonische Verhältnisse", monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten, doch spannend ist vor allem die Geschichte hinter diesem Erfolg. Denn, so Moderator Martin Baur vom SÜDKURIER: "Dieses Buch ist in doppelter Hinsicht ein Krimi." Der Autor ist nämlich ein Phantom. Eine ganze "Indizienkette", wie die "Welt" enthüllte, weist aber darauf hin, dass es sich um den Chef des Fischer-Verlages handeln soll. Sowohl letzterer als auch Kiepenheuer & Witsch, in dem die bis dato zwei "Bannalec"-Krimis erschienen, gehören zur gleichen Verlagsgruppe. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Thriller sowie Reise- und Gastroführer für eine der beliebtesten Urlaubsregionen "frankophiler Deutscher". Dieses perfekte Erfolgsrezept heizt die Spekulationen, dass der Autor ein Insider sei, ebenso an wie die Geheimnistuerei um seine Person.

Der Vater soll Bretone sein, die Mutter Rheinländerin, verkündet der Klappentext knapp. Sein Protagonist, der kaffeesüchtige Genießer Kommissar Dupin, stammt eigentlich aus Paris und muss sich in seinem zweiten Fall mit drei an die Glénan-Inseln angeschwemmten Leichen befassen. Zum Glück gibt's auf den Eilanden aber nicht nur Killer, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten wie einen wunderbaren Fischtopf.

Reck's-Küchenchefin Alexandra Reck beweist, dass man nicht extra in die Bretagne reisen muss, um so etwas zu genießen. Außerdem überzeugt ihre Küche etwa auch mit Lammschulter auf bretonische Art, Hühnerfricassée mit Calvados und einem prickelnden Cassis-Sorbet.

(mit freundlicher Genehmigung des Südkurier-online)